BV Germania
Germania kehrt in die Landesliga zurück
09.05.2016 - 09:18

Der Fußball-Bezirksligist macht "auf dem Sofa" sein Meisterstück und besiegt den MTV II im Stadtduell mit 3:2.

Germania Wolfenbüttel ist nach nur einer Saison zurück in der Landesliga. Was bereits seit Samstag feststand - Verfolger Lehndorf hatte gegen Volkmarode nur einen Punkt geholt -, wurde am Sonntag dennoch entsprechend gefeiert. Der Meister der Bezirksliga 2 spielte gegen den MTV Wolfenbüttel II zwar wenig meisterlich, setzte sich am Ende aber mit 3:2 (2:0) durch.

Dieses Ende hatte Schiedsrichter Alexander Kroll (Braunschweig) nach dem Geschmack und der Uhr von MTV-Trainer Habil Turhan zu deutlich nach vorne gelegt. "86 Minuten hat er nur spielen lassen", ereiferte sich Turhan nach dem Spiel. "Weiß der Schiedsrichter überhaupt, was für uns auf dem Spiel stand?"

Zwar waren die MTV-Kicker nicht zwingend dran am Ausgleich, doch einen zeitlichen Aufschlag hätte sich Turhan vom Referee durchaus gewünscht. "Es gab im Spiel einige Auswechslungen und eine längere Verletzungspause. Allein dies hätte er berücksichtigen müssen", so Turhan.

Grundsätzlich zeigte sich der MTV-Trainer indes enttäuscht vom Resultat und dem Auftreten seiner Mannschaft. "Wir spielen im Moment einfach schlecht und haben nicht mehr verdient."

Deutlich gelöster war die Laune auf der anderen Seite. "Hochverdient", fand Germanias Abteilungsleiter Uwe Sukop die Rückkehr in die Landesliga. "Wir hatten im vergangenen Sommer zwölf Abgänge und sind am viertletzten Spieltag Meister. Das hätte ich nicht gedacht."

"Der Aufstieg ist einfach nur gerecht", sagte Germania-Trainer Michael Ullrich. "Ich habe ihn mit dieser Dominanz über die gesamte Saison nicht erwartet, aber Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit werden am Ende belohnt." Dieser Satz des Trainers war als Seitenhieb auf all jene Spieler zu verstehen, die sich trotz Zusagen im vergangenen Sommer noch vom BV Germania abgewandt hatten. Er war aber auch ein Lob und Dankeschön für all jene zu verstehen, die sich der Aufgabe nach dem Abstieg stellten und sie zum erfolgreichen Abschluss brachten.

Der sportliche Spielfilm des Stadtduells ist schnell erzählt. Germanias Spieler - mitunter etwas müde wirkend nach der gestrigen spontanen Aufstiegsfeier in der Braunschweiger City - taten nur das Nötigste, dem MTV II dagegen fehlten Mittel und Glaube, eine Überraschung zu schaffen.

Tore: 1:0 (22.) Acar, 2:0 (23.) Kendzorra, 2:1 (53.) Nasfi, 3:1 (71.) Plünnecke, 3:2 (84.) M. Badiki.

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Quelle: Wolfenbuetteler Zeitung - 9. Mai 2016 - Lokalsport - Seite 25


Fabian Wohlgemuth


gedruckt am 25.06.2017 - 03:53
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