Der BVG schlägt Schlusslicht Hohenhameln mit 2:0.

Wolfenbüttel. Nicht schön gespielt, aber die Pflichtaufgabe gemeistert: Die Bezirksliga-Fußballer des BV Germania Wolfenbüttel gewannen ihr Heimspiel gegen Hohenhameln mit 2:0.

BV Germania Wolfenbüttel - TSV Hohenhameln 2:0 (1:0). Tore:1:0 Lennart Berger (40.), 2:0 Jonas Klöppelt (74.).

Die Ausgangslage vor der Partie war aus Wolfenbütteler Sicht eindeutig: Hohenhameln fuhr in den ersten neun Ligaspielen keinen einzigen Zähler ein und kassierte, bei nur drei eigenen Treffern 28 Gegentore - daher war ein Sieg für die Gastgeber nahezu Pflicht. "So sind wir dieses Duell allerdings auch angegangen. Mein Team war viel zu schläfrig und pomadig, unser Fußball war sehr langsam. Das war von der spielerischen Leistung her heute schlecht", monierte Trainer Bert König.

Hohenhameln agierte aus einer strukturierten Defensive heraus und setzte auf einfachen, destruktiven Fußball, sprich: viele lange Bälle. "Wir wussten natürlich, dass es schwer wird, gegen so eine Panzerwand anzulaufen. Allerdings üben wir ständig Lösungen im Training ein, wie man solch eine kompakte Defensive aushebelt. Da haben wir offensiv zu wenig versucht", sagte König. Zwar hatte Germania auch einige schwierige Aktionen zu überstehen, grundsätzlich kamen die Gäste allerdings zu keiner einzigen klaren Torchance - dafür waren sie im Abschluss schlichtweg viel zu harmlos.

Nachdem der BVG längere Zeit vergeblich anrannte - König schätzte den eigenen Ballbesitz auf etwa 80 Prozent -, erlöste Flügelspieler Lennart Berger sein Team kurz vor Pause. Innenverteidiger Maurice Bröer spielte einen starken Diagonalball auf Jonas Klöppelt, der das Spielgerät kontrollierte und auf Berger querlegte. In der zweiten Halbzeit bot sich den Zuschauern im MKN-Sport-Park ein ganz ähnliches Bild: Germania dominierte, ohne zunächst Kapital aus der Überlegenheit zu schlagen.

In der 70. Minute war Klöppelt der Vorentscheidung ganz nahe, traf aber nur den Pfosten und schien der Verzweiflung nahe. Doch kurz darauf machte er es besser: Der schnelle Judi Hamko setzte sich über links schön im Dribbling durch und bediente Klöppelt, der nur noch einschieben musste. "Es war sicher kein schönes Spiel, aber die drei Punkte nehmen wir mit. Nun sind wir im Tabellenmittelfeld angekommen. Auch die personelle Lage verbessert sich, sodass wir bald wieder viel Qualität von der Bank bringen können", so König.

BVG:Menzel - Feldmann, Losing, Bröer, Wald - Birkan (80. Dettmer), Boller - Berger (67. C. Schmidt), Hamko, Y. Schmidt (46. J. Reininghaus) - Klöppelt.


Quelle: Wolfenbütteler Zeitung - 30. Oktober 2017