Nichts scheint in diesen Tagen so, wie es noch vor wenigen Wochen war. An das, was man vorher Normalität nannte, ist aktuell nicht mehr zu denken. Die ersten Schritte zur Verbesserung der Situation, sind gleichzeitig simpel und doch wichtig: Den direkten unmittelbaren Kontakt zu Freunden oder Bekannten meiden und anstelle dessen einmal mehr das Telefon benutzen; die generelle Distanz halten und somit auf sich und andere achten.

Dennoch gibt es Personengruppen, bei denen eine mögliche Ansteckung schwerwiegende Folgen haben kann. Dazu zählen Personen mit Vorerkrankungen oder fortgeschrittenem Alter. Bereits ab 60 Jahren steigt das Risiko rapide an!
Hier hat sich die erste Herren des BV Germania Wolfenbüttel, auf Initiative von Marcel Menzel, etwas mit Vorbildcharakter überlegt.

„Die Idee kam mir, als ich hörte, dass viele Fanorganisationen in Deutschland einen Einkaufsservice für die Risikogruppen anbieten.“, erklärt Menzel. „Daraufhin habe ich mich direkt an unseren Trainer Christoph Taute gewandt, bei dem die Aktion sofort auf Gegenliebe stieß. Zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Bröer haben wir beschlossen unsere Hilfe betreuten Wohneinrichtungen anzubieten. Nach einigen Telefonaten haben das Amalie-Sieveking-Haus sowie die AWO unsere Hilfe dankend angenommen“, so Marcel Menzel. Unterstützt wurde Menzel dabei früh durch Niklas Pillasch und Marius Feder, die die Organisation vorangetrieben haben.

Seit Anfang der Woche sind die Germanenspieler daher bereits als „Einkaufshelden“ unterwegs. Die Einkaufswünsche der Bewohner werden zunächst gesammelt und dann eingekauft. Diese Waren werden dann an der Türschwelle abgelegt, um den direkten Kontakt zu vermeiden und die hygienischen Maßnahmen einzuhalten. Mit dem E-Center im Forum konnte die Initiative einen wichtigen Lebensmittelhändler als Unterstützer gewinnen. „Wir sind dem E-Center im Forum dankbar, dass wir mit ihnen schnell einen Partner gewinnen konnten, um den Bewohnern ihre Einkaufswünsche zu erfüllen“, so Marius Feder.

Für die erste Herren ist es selbstverständlich, anzupacken und die Hilfe dort anzubieten, wo sie gebraucht wird und hofft, die Mitarbeiter der Einrichtungen damit zumindest teilweise entlasten zu können.

Weitere Vereine wie zum Beispiel der TSV Sickte oder der SV Halchter gingen mit einer ähnlichen Aktion voran. „Wir hoffen, dass sich noch weitere Vereinen dieser Aktion anschließen. Jeder sollte ein wenig nach links und nach rechts schauen, ob jemand Hilfe benötigt. Damit wird das Risiko weiter minimiert. Umso mehr helfen, umso schneller ist der Eintritt in das „normale“ Leben für jeden einzelnen wieder möglich. “, schließt Niklas Pillasch ab.