Die Bezirksliga-Fußballer des BV Germania Wolfenbüttel stehen auch nach dem zweiten Saisonspiel ohne Zähler da. Beim FC Othfresen unterlag die Kötüz-Elf nach bekanntem Muster.

FC Othfresen - BV Germania Wolfenbüttel 2:1 (0:1). Tore:0:1 Dennis Keihe (32.), 1:1 Riko Hollmann (54.), 2:1 Laurenz Schulze (62.).

Die Wolfenbütteler verfügten über enorm viel Ballbesitz, schlugen daraus jedoch zu wenig Kapital. "Uns hat offensiv die Kreativität gefehlt. Wir müssen einfach mehr aus dem spielerischen Übergewicht machen", analysierte BVG-Coach Bilal Kötüz. Trotzdem las sich die erste Hälfte rein ergebnistechnisch gut an für seine Mannschaft, denn Dennis Keihe erzielte per direkt verwandeltem Freistoß die Pausenführung. Kamil Golkowski traf mit seinem Schuss nur den Pfosten. Othfresen kam lediglich einmal vor das Tor von Niklas Pillasch, der im 1-gegen-1 gut reagierte.

In Hälfte zwei sollten sich die Wolfenbütteler Defensivprobleme der vergangenen Spiele wiederholen. Mit langen Bällen - auf diese Spielweise hatte Kötüz seine Jungs eingestellt - erzwangen die Gastgeber den Erfolg. Zunächst entstand dadurch ein Elfmeter, den der FC im Nachschuss versenkte. Beim zweiten Gegentreffer ging ein weiter Schlag durch die Germania-Defensive hindurch. "Unser Abwehrverhalten ist momentan nicht bezirksligatauglich, sondern hat maximal Kreisklassen-Niveau. Wir wussten genau, dass Othfresen diese Bälle spielt, und konnten es nicht verhindern", ärgerte sich der BVG-Coach. Dies habe teilweise auch mit der Einstellung zu tun. Anstatt hinten herauszukombinieren, dürften sich seine Akteure künftig nicht zu schade sein, den Ball auch manchmal "nach vorne zu schwaken."

BVG: Pillasch - Ilica, Feder, Bröer, Hamko (87. S. Birkhan) - Keihe, Losing - Golkowski (80. Oehlmann), Z. Birkan, Y. Schmidt (66. Khalid) - Brandt.

Quelle: Wolfenbütteler Zeitung - 13. August 2018