Der BVG verliert gegen Salder knapp mit 1:2.

Trotz eines hervorragenden Starts in die Partie verpassten es die Bezirksliga-Fußballer des BV Germania Wolfenbüttel, dem Tabellenzweiten VfL Salder wenigstens einen Punkt abzuknöpfen.

BV Germania Wolfenbüttel - VfL Salder 1:2 (1:1). Tore:1:0 Jonas Feder (10.), 1:1 (24.), 1:2 (78.).

"Wir haben Salder enorm motiviert erwartet, da sie sich für die Niederlage im Hinspiel revanchieren wollten. Dementsprechend haben sie begonnen und in den ersten Minuten viel Druck gemacht", berichtete BVG-Coach Bilal Kötüz. Folgerichtig gehörten den Gästen die ersten beiden großen Möglichkeiten dieser Partie. Jubeln durften nach zehn Minuten aber zunächst die Wolfenbütteler: Eine schnelle, kurz ausgeführte Ecke landete bei Innenverteidiger Feder, der zur BVG-Führung einnetzte. "Das haben die Jungs clever gemacht", lobte Kötüz.

In der Folge gehörten Salder mehr Spielanteile, was allerdings auch der Taktik Germanias zu verdanken war. Die Heimelf gewährte dem VfL absichtlich Ballbesitz und lauerte auf Fehler, um anschließend durch schnelles Umschaltspiel gute Konterchancen zu kreieren. "Das ist in der ersten Hälfte aber nicht gut aufgegangen", kritisierte der BVG-Coach. Zu allem Überfluss kassierten seine Akteure einen in der Entstehung besonders ärgerlichen Ausgleichstreffer: Eine abgefälschte Flanke prallte gegen die Latte und von dort direkt vor die Füße von Salders Top-Torjäger Patrick Marquardt, der nur noch einschieben musste.

In Hälfte zwei zeigte sich ein ähnliches Spielgeschehen, in dem die Gastgeber ihrerseits zwei gute Gelegenheiten zum 2:1 vergaben. Nach einem Ballverlust der Gäste am Sechzehner setzten seine Kollegen Yannik Schmidt in Szene, der jedoch mit dem Außenrist daneben zielte. Zudem fehlte Germanias bestem Torschützen Kamil Golkowski nach einem schönen Spielzug das nötige Quäntchen Glück im Abschluss. Der VfL hingegen agierte im Stile eines Spitzenteams und nutzte einen Ballverlust des BVG mit einem perfekt abgeschlossenen Konter - natürlich von Marquardt - zu ihrem Siegtreffer.

"Ich bin grundsätzlich mit dem Auftritt zufrieden, vorne müssen wir es aber cleverer spielen. Gegen einen super starken Gegner wie Salder muss man die wenigen Chancen besser nutzen", resümierte Kötüz.

BVG: Menzel - Ilica, Feder, Bröer, Hamko - Himmstedt - Khalid, Brandt, Y. Schmidt (78. Fricke), Golkowski - Oehlmann.

 
Quelle: Wolfenbütteler Zeitung - 18. März 2019