Das Siegtor zum 4:3 für die SG Roklum-Winnigstedt fiel erst in der Nachspielzeit.


Über 200 Zuschauer sahen ein abwechslungsreiches Spiel der Fußball-Bezirksliga Braunschweig 3, in dem die Führung mehrfach wechselte und Helge Kann von der SG Roklum-Winnigstedt erst nach Ende der regulären Spielzeit für den entscheidenden Treffer zum Sieg über den BV Germania Wolfenbüttel sorgte.

SG Roklum-Winnigstedt - BV Germania Wolfenbüttel 4:3 (1:1). Tore: 0:1 Kirkan (4.), 1:1 Scholz (9.), 1:2 Bröer (53.), 2:2 Kann (65.), 2:3 Oehlmann (68.), 3:3 Germer (85.), 4:3 Kann (90+4.).

"Das war nichts für schwache Nerven!", kommentierte nach dem dramatischen Sieg seines Teams der Roklum-Winnigstedter Trainer Pascal Krafft und gestand ein: "Wir waren gar nicht gut in das Spiel gekommen und haben nach dem frühen Rückstand auch bei den anderen beiden Gegentoren geschlafen. In diesen Situationen agierten wir zu nervös. Dreimal gerieten wir in Rückstand, doch man kennt ja unsere Nehmerqualitäten. Und da Germania nach dem 3:3 seine Konter nie zum Abschluss bringen konnte und Helge Kann kurz vor Spielschluss noch ein zweiter Treffer gelang, ging unser junges, verletzungsgeschwächtes Team doch als Sieger vom Platz." Die SG-Roklum-Winnigstedt verschaffte sich somit etwas Luft im Abstiegskampf.

Germania Wolfenbüttels Trainer Bilal Kötüz zeigte sich trotz der Niederlage zufrieden mit der Einstellung seiner Mannschaft und optimistisch für das letzte Saisonspiel: "Mit einer Leistung wie heute gewinnen wir nächste Woche . Wir haben die Partie eigentlich stets dominiert, lagen immer wieder in Führung und hatten nach dem 2:3 noch einige Riesenchancen. Ausschlaggebend war, dass wir schlicht das vierte Tor nicht gemacht haben."

Trotz der Enttäuschung über das Ergebnis machte Kötüz seinen Spielern keinen Vorwurf: "Natürlich hätte uns selbst ein Unentschieden mehr genützt als dem Konkurrenten im Abstiegskampf. Aber alle waren fokussiert, es gab auch keine Konzentrationsfehler. Wir wollen attraktiven Fußball spielen und uns ist auch ein schönes Spiel gelungen. Zum Schluss hat der Gegner nur noch lange Bälle nach vorne gespielt und wir hielten eigentlich gut dagegen. Da war der Gegentreffer in letzter Minute natürlich fatal."

BV Germania Wolfenbüttel: Menzel - Feder, Bröer, Birkan, Brandt, Kahmann (90. C. Schmidt), Oehlmann, Himmstedt, Ilica, Hamko, Golkowski (81. Y. Schmidt)

SG Roklum-Winnigstedt: Hölemann - Rumlich (64. Kann), Hintz, Schlinger, Eggers, Grabowski, Schneider, Germer, Joe, Petznik (80. Grund), Scholz.


Quelle: Wolfenbütteler Zeitung - 27. Mai 2019