Jonas Feder sorgt aus 30 Metern für die Entscheidung im Derby.


Das einzige Wolfenbütteler Stadt-Derby in der Fußball-Bezirksliga entscheidet die Mannschaft der Stunde für sich. Mit dem Sieg über die MTV-Reserve ist der BV Germania jetzt seit vier Spielen ungeschlagen und hat sich inzwischen aus dem Tabellenkeller auf Rang 6 hochgearbeitet.

MTV Wolfenbüttel II - BV Germania Wolfenbüttel 1:2 (0:1). Tore:0:1 Kamil-Piotr Golkowski (39.), 0:2 Jonas Feder (58.), 1:2 Timur Abali (90.+3).

Oliver Dotzauer, Trainer des MTV, hatte schon vor dem Anpfiff der Partie eine Ahnung. "Ich habe bereits im Abschlusstraining am Freitag gesehen, dass meiner Mannschaft die Bereitschaft fehlte, da hinzugehen, wo es weh tut", berichtet Dotzauer. Ebendiese Bereitschaft habe er auch im Spiel vermisst. "Es kam auf Kleinigkeiten an. Da haben uns ein paar Prozent gefehlt."

Sein Gegenüber - Germania-Coach Christoph Taute - habe dagegen eine "disziplinierte Vorstellung seiner Mannschaft gesehen. Wir hatten in der ersten Viertelstunde unsere Probleme, wurden dann aber immer mutiger." Das wurde belohnt: Kurz vor dem Pausenpfiff zog Kamil-Piotr Golkowski aus 20 Metern ab. Den Flatterball konnte MTV-Torwart Fynn Weberling nicht richtig festhalten.

Nach der Pause machten die Gastgeber Druck. "Wir hatten dreimal die Chance auf den Ausgleich", ärgert sich Dotzauer. Die Bemühungen des MTV wurden durch einen "Sonntagsschuss" - so Dotzauer - zunichte gemacht. Nach einer Germania-Ecke wurde der Ball geklärt und landete bei Jonas Feder, der aus 30 Metern aufs Tor schoss. "Der Ball landete genau im Knick. Für ihn ist das sicherlich das Tor seines Lebens", schwärmt BVG-Trainer Taute vom Treffer seines Spielers.

Anschließend warf der MTV alles nach vorne. Nach einem langen Ball in der Nachspielzeit gelang Timur Abali tatsächlich noch der Anschlusstreffer. "Da hatten wir bereits abgeschaltet", berichtet Taute. Die drei Punkte retteten die Germanen aber ins Ziel.

"Wir haben eine gute erste Halbzeit gezeigt. Nach der Führung war es dann schwer für uns. Germania hat im Moment einen Lauf", resümiert Dotzauer. "Insgesamt war es von beiden Mannschaften kein schönes Spiel. Viel ging über lange Bälle", findet Taute.

MTV: Weberling - Bischoff, Knobloch, Reihers, Stojahn, Feldmann (46. Brennecke), Maliqi (73. Thiele), Wolf, Homann, Abali, Kaptantogrul (46. Ali).

Germania: Schwieger - Feder, Fahlbusch, Brandt, Madsack, Sabani, Himmstedt, Losing, Zobel (53. Schumacher), Golkowski (83. Schmidt), Döring (70. Khalid).
 
 
Quelle: Wolfenbütteler Zeitung - 09. September 2019